Flasche Olivenöl

Fett ist gleich Fett, oder?!

Es gibt 4 Kategorien von Fett

Fett ist gleich Fett?

Man kennt ja die Erzählungen um gutes Olivenöl und schlechte Butter – aber letztlich ist doch alles Fett mag man denken.

Und tatsächlich: Die Grundstruktur des Fettes ist immer gleich: Glycerin und Fettsäuren.

Bei genauerem Hinsehen lassen sich allerdings vier Kategorien unterscheiden:

    • gesättigte Fettsäure

    • einfach ungesättigte Fettsäuren

    • mehrfach ungesättigte Fettsäuren

    • Transfettsäuren

Und hier liegt auch der eingangs erwähnte Unterschied zwischen Butter und Olivenöl:

    • Gesättigte Fettsäuren verstecken sich insbesondere in Butter und anderen tierischen Produkten, steigern bei hohem Konsum den Cholesterinwert, richtigerweise den LDL-Gehalt (also den Gehalt an “bösem Cholesterin”) im Blut, und erhöhen damit das Risiko einer Gefäßerkrankung.

    • Ungesättigten Fettsäuren können den Cholesterinspiegel senken und sich positiv auf die Zellhüllen auswirken. Sie finden sich z.B. in Olivenöl oder Nüssen.

    • Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-6-Fettsäuren und die Omega-3-Fettsäuren (letztere ist auch als Alpha-Linolensäure bekannt). Omega-3-Fettsäuren fördern den Blutfluss und beugen Gefäßablagerungen vor. Sie sind beispielsweise in Fisch enthalten. Wichtig: Da der Körper ungesättigte Fettsäuren nicht selbst bildet, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden.

    • Transfettsäuren sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen – sie sind u.a. in industriell verarbeiteten Produkten wie Chips und Pommes zu finden.

 

Bei Diäten nicht komplett auf Fett verzichten!

Einige Vitamine, vor allem A, D, E und K, kann unser Körper nur mithilfe von Fett aufnehmen. Sie sorgen für einen ausreichenden Zellschutz, eine gute Wundheilung, starke Zähne und Knochen sowie gesunde Schleimhäute. Zu einer gesunden Diät gehört daher auch der regelmäßige Konsum von ungesättigten und der gelegentliche Konsum von gesättigten Fettsäuren. Wir empfehlen zum Beispiel einen frischen Salat, angemacht mit Essig-Öl-Dressing. Probieren Sie statt dem gewöhnlichen Sonnenblumenöl doch mal Leinöl!

 

Fett hilft gegen Hyperaktivität, Gedächtnisschwäche und Depression

Das Nervengewebe unseres Gehirns besteht zu einem großen Teil aus Fetten (Lipide), die für die Stabilität der Zellen sorgen. Regelmäßig zugeführte ungesättigte Fettsäuren wirken sich daher mildernd auf Zustände wie Hyperaktivität, Gedächtnisschwäche und Depressionen aus. Besonders Dinkel kräftigt mit seinem enthaltenen pflanzlichen Fett das Nervenkostüm.

 

Mit Kälte lassen sich Fettpolster reduzieren

Die so genannte Kältetherapie (Kryolipolyse) macht sich die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Fetten zunutze: Sie kühlt das betroffene Fettgewebe für eine Dauer von etwa 35 bis 45 Minuten auf bis zu 4 Grad Celsius herunter, wodurch die Inhalte der Fettzellen kristallisieren. Durch die neue spitze Form brechen sie ihre Zellhülle von innen auf, die zerstörten Fettzellen sterben innerhalb einiger Tage vollständig ab und gelangen über die natürlichen Stoffwechselprozesse aus dem Körper.

 

Körperfett-Waagen sind meist ungenau

Körperfettwaagen, wie man sie überall im Handel findet, werben damit, den Fettanteil des Körpers prozentual messen zu können. In ihnen sitzen kleine Elektroden, die schwachen, nicht spürbaren Strom an den Körper anlegen. Da Fett im Gegensatz zu Muskelgewebe schlechter leitet, lassen sich die jeweiligen Anteile berechnen.

Allerdings können unterschiedliche Faktoren die Ergebnisse verfälschen: Sitzen die Elektroden nur an den Füßen, wie es häufig der Fall ist, gelangt der Strom lediglich bis zur Leiste und Fett- sowie Muskelgehalt von Rumpf, Armen und auch das risikoreiche Bauchfett bleiben zumeist unberücksichtigt.

Außerdem beeinflussen auch eine volle Blase, unverdautes Essen im Magen-Darm-Trakt oder aufgetragene Hautcremes die Messung negativ. Exakte Werte liefern etwa spezielle Ultraschallscanner oder die mit zumeist acht Elektroden ausgestattete Bio-Impedanz-Analyse, die von Sportmedizinern oder geschultem Personal in Gesundheits- und Beautyzentren durchgeführt wird.

 

Es gibt Lebensmittel, die den Fettstoffwechsel ankurbeln

    • Chilischoten enthalten Capsaicin, einen Stoff, der kurzfristig die Wärmebildung im Körper und damit auch den Kalorienverbrauch anregt.

    • Seelachs hat einen hohen Jodgehalt, das einen wichtigen Baustein für die den Grundumsatz regelnde Schilddrüse darstellt.

    • Mit den enthaltenen Stoffen Koffein und Niazin fördert Kaffee ebenso die Fettverbrennung und steigert den Energieumsatz um bis zu 100 Kalorien. Hierfür am besten vor Aktivitäten zwei Tassen Filterkaffee oder einen doppelten Espresso jeweils ohne Milch und Zucker trinken.

    • Auch das in Lammfleisch enthaltene L-Carnitin spielt eine wichtige Rolle beim Fettstoffwechsel.

    • Wer seine Haupt- oder Nachspeisen regelmäßig mit Zimt würzt, verbessert die Insulinwirkung – Heißhungerattacken lassen sich so mindern.

 

Fett gibt uns Energie und Wärme

Im Vergleich zu allen anderen Nährstoffen (Kohlehydrate, Proteine) besitzt Fett den höchsten Brennwert. Folglich liefern schon geringe Mengen fetthaltiger Nahrungsmittel eine hohe Anzahl an Kalorien. Fett dient als Lager für Energiereserven, auf das der Körper in Notfällen zurückgreifen kann.

Fett ist zudem ein schlechter Wärmeleiter, dient also als thermische Isolierschicht des Körpers.

 

Nicht allein Fett macht fett

Fette haben zwar, wie oben erfahren, einen deutlich höheren Kaloriengehalt wie Kohlenhydrate, dennoch lässt sich Übergewicht in vielen Fällen nicht allein auf einen erhöhten Fettkonsum zurückführen! Wer zu dick ist, nimmt in der Regel mehr Kalorien zu sich als er verbraucht. Oft liegt es am Faktor “Verbrauch” oder deutlich gesagt an mangelnder Bewegung.

Foto: stevepb / pixabay.com

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